21 WEGE ZUM GLÜCK

März 10th, 2010

Oder: Welche Balance-Akte das dauerhafte Glück erfordert

Aristoteles beschreibt jede Tugend als rechte Mitte zwischen zwei Extremen.

Alles wirklich Wertvolle ist eine Gratwanderung zwischen zwei Extremen, von denen jedes einzelne jeweils leichter zu erreichen ist und sich, wenn man nicht aufpasst, von alleine einstellt und uns unglücklich macht:

  • Zu viel oder zu wenig Nähe zu den Kindern
  • Zu früh oder zu spät sagen, dass man liebt
  • Zu kurz oder zu lange an einer Sache arbeiten

Zwischen all diesen liegt das dauerhafte Glück.

Die eindrucksvollste Sammlung liefert meines Erachtens Rudyard Kipling in einem Brief an seinen Sohn; darin beschreibt er 21 Balance-Akte für das dauerhafte Glück.

Und anbei ein Glücksfall: Ein Freund zeigte mir Dennis Hoppers Version:

IF …

Rudyard Kipling to his son

If you can keep your head when all about you
Are losing theirs and blaming it on you,
If you can trust yourself when all men doubt you
But make allowance for their doubting too,
If you can wait and not be tired by waiting,
Or being lied about, don’t deal in lies,
Or being hated, don’t give way to hating,
And yet don’t look too good, nor talk too wise:

If you can dream–and not make dreams your master,
If you can think–and not make thoughts your aim;
If you can meet with Triumph and Disaster
And
treat those two impostors just the same;
If you can bear to hear the truth you’ve spoken
Twisted by knaves to make a trap for fools,
Or watch the things you gave your life to, broken,
And stop and build ‘em up with worn-out tools:

If you can make one heap of all your winnings
And risk it all on one turn of pitch-and-toss,
And lose, and start again at your beginnings
And never breath a word about your loss;
If you can force your heart and nerve and sinew
To serve your turn long after they are gone,
And so hold on when there is nothing in you
Except the Will which says to them: “Hold on!”

If you can talk with crowds and keep your virtue,
Or walk with kings–nor lose the common touch,
If neither foes nor loving friends can hurt you;
If all men count with you, but none too much,
If you can fill the unforgiving minute
With sixty seconds’ worth of distance run,
Yours is the Earth and everything that’s in it,
And – which is more – you’ll be a WoMan, my son/daughter!

(Ergänzungen von mir)

Beginne Deine Gratwanderung und begegne dem Glück!

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

WARUM VERÄNDERUNG FRUSTRIERT

März 9th, 2010

Oder: Warum der Fisch springt

Ich hoffe für den Fisch, dass er nur aus einem Grund springt:
Wegen des hohen Luftstands zwischen den Gläsern!

Wenn man sich/jemanden/etwas verändert, damit es einem dann besser geht, kann man sich’s gleich sparen. Denn so beginnt die hedonistische Tretmühle: Wir streben Neues an, damit wir dann glücklich sind.

Wenn wir Pech haben, erwarten wir unbewusst, dass unser Glück dann dauerhaft ist – und das macht uns dauerhaft unglücklich!

Glücklich sind wir nur, wenn wir uns ein GEILES Ziel gesetzt haben und uns auf den Weg machen, also aufbrechen für ein GEILES Ziel. Nach der Zielerreichung hält dieses Glück bloß eine Weile, dann vergeht es …

Da gilt Berthold Auerbach:

„Wer nicht mit dem zufrieden ist, was er hat, der wäre auch nicht mit dem zufrieden, was er haben möchte.”

Und David Bowie: Dann wären wir nämlich

“Always Crashing In The Same Car”

Du möchtest Veränderung, dann setze Dir als ersten Schritt ein GEILES Ziel!

Fortsetzung folgt:
Die Ausnahmen des vergänglichen Glücks

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

WEN SOLL ICH LOBEN

März 8th, 2010

Oder: Wo die bedingungslose Liebe anfängt

Weil es im Coaching gerade so sehr ein Thema war: Ganz Mensch geworden sind wir, wenn wir uns eingestehen, dass uns nichts Menschliches fremd ist – jeder ist so viele.

Dazu ein Appell von Vivekananda:

Der große Irrtum in allen ethischen Systemen besteht ohne Ausnahme in der Unfähigkeit den Menschen zu sagen, welche Mittel es gibt, vom bösen Tun zu lassen.

Alle Systeme sagen: du sollst nicht stehlen.Gut und schön.

Aber: Warum stiehlt ein Mensch? Weil Stehlen, Rauben und andere böse Handlungen automatisch geworden sind. Gewohnheitsmäßige Räuber Diebe und Lügner – rechtlose Männer und Frauen sind so, trotz ihres wirklichen Selbst.

Es ist in Wirklichkeit ein psychologisches Problem. Wir sollten die Menschen mit Nachsicht betrachten. Es ist nicht so leicht, gut zu sein. Sind wir alle nicht bloß Maschinen, bis wir frei sind?

Sollten wir stolz sein, weil wir gut sind? Sicherlich nicht. Wir sind gut, weil wir nicht anders können. Ein anderer ist schlecht, weil er nicht anders kann. Wären wir an seiner Stelle, wer weiss, was wir tun würden.

Das Straßenmädchen oder der Dieb im Gefängnis sind Christus, der geopfert wird, damit wir gut sein können. Das ist das Gesetz des Ausgleichs. Alle Diebe und Mörder, alle Ungerechten, Verruchten und Teufel – sie alle sind mein Christus.

Das ist meine Lehre. Ich kann es nicht ändern. Ich grüße den Heiligen, den Guten, aber auch den Verruchten und Teuflischen. Sie alle sind meine Lehrer, meine spirituellen Erlöser.

Ich mag den einen verfluchen und doch aus seinem Versagen lernen. Ich mag den anderen segnen, und Nutzen aus seinen guten Taten haben. Das ist so wahr, wie ich hier stehe.

Ich soll ein Straßenmädchen verachten, weil die Gesellschaft es verlangt? Sie ist mein Erlöser. Sie, deren Tun die Ursache dafür ist, dass wir anderen uns keusch nennen können.

Denkt daran, Männer und Frauen. Denkt über diese Sache nach. Es ist eine Wahrheit, eine nackte und kühne Wahrheit. Je mehr ich von der Welt sehe, je mehr Männer und Frauen ich kenne, desto stärker wird diese Überzeugung.

Wen soll ich tadeln, wen soll ich loben? Man muss seinen Blick heben und weiter sehen!

∞   ∞   ∞

Hier ein Beispiel, und es zahlt sich aus, bis zum Schluss dabei zu bleiben:

Es geht nicht darum, dass wir gut heißen, was unseren Werten widerspricht. Es geht darum, dass wir mit unserer Reaktion auf “das Böse” nicht unsere eigenen Werte verletzen.

Blaise Pascal in seinen Pensées: „Niemals tut man so gut und so vollständig das Böse, als wenn man es guten Gewissens tut.“

Du suchst die bedingungslose Liebe – erhebe den Blick über Gut und Böse hinaus, dort beginnt sie!

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

THE BIG “O”

März 7th, 2010

Oder: 11 Statistiken über die weibliche Sexualität, die jeder Mann kennen sollte

Sexualität ist ein großes Thema

und weil wir so unterschiedlich sind,

gibt es tatsächlich einiges übereinander zu lernen.

Im Paar-Coaching und in den Love-Code-Seminaren
gebe ich daher das Studium solcher Statistiken, wie jener unten,
gerne den Paaren als Hausaufgabe mit …

Sie sind danach immer ganz erstaunt,
wieviel Spass Statistik machen kann!

Zur Veranschaulichung. lassen wir es uns von einer Frau nochmal erklären:

Gesteh Dir ein, dass wir einander fremd sind, und mach Dir die Erforschung des Unbekannten zur Lebensaufgabe! Es kann sich auszahlen:

Du findest dabei nämlich nicht nur The Big “O”, sondern vielleicht sogar Glück, Kinder und Dich selbst!

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

DAS GLÜCKS-ABC

März 6th, 2010

Oder: Die 26 Buchstaben mit denen Glück geschrieben wird

Passend zum Samstag-Abend – buchstabiere Glück richtig:

Übe dieses ABC, denn offensichtlich kann man jemanden Glück (zB eine Geburtstagfeier) auch einfach einreden:

Rede Dir Dein Glück solange ein, bis es wahr wird!

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

ALICE IM WÖRTERLAND

März 5th, 2010

Oder: Warum wir das Wichtigste nur jenseits der Wörter finden

Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt. (Ludwig Wittgenstein)

miawasikowska-alice-in-wonderland2

In der Geschichte von Lewis Carroll sieht Alice ins Wunderland des Wörterlandes. Sie schaut über die Grenzen ihrer Realität.

Das ist jener Moment unserer Entwicklungsgeschichte, in dem wir entdecken, wie sehr der bisherige Sprachgebrauch willkürlich war und unserer Manipulation diente, also Humpty-Dumpty-Semantik war:

Als Humpty-Dumpty-Semantik gilt eine intentionalistische Sprachauffassung, die davon ausgeht, dass Worten ihre Bedeutung nicht qua Gebrauch zukommt, sondern dass sie durch bedeutungsverleihende Akte des Subjekts konstituiert wird. (Wikipedia)

Nietzsche: “Die Bedeutung der Sprache für die Entwicklung der Kultur liegt darin, dass in ihr der Mensch eine eigene Welt neben die andere stellt”

Seit jeher empfehle ich meinen Klienten deswegen die Lektüre von “Alice im Wunderland”. Tim Burtons Verfilmung mit Johnny Depp läuft gerade an!

Der zentrale Textauszug:

„ … Da hast du Ruhm!“

„Ich weiß nicht, was du mit ‚Ruhm‘ meinst“, sagte Alice.

Humpty Dumpty lächelte verächtlich. „Natürlich nicht – bis ich es dir sage. Ich meinte: Da hast du ein schönes zwingendes Argument!“

„Aber ‚Ruhm‘ heißt doch nicht ‚schönes zwingendes Argument‘“, entgegnete Alice.

„Wenn ich ein Wort verwende“, erwiderte Humpty Dumpty ziemlich geringschätzig, „dann bedeutet es genau, was ich es bedeuten lasse, und nichts anderes.“

„Die Frage ist doch“, sage Alice, „ob du den Wörtern einfach so viele verschiedene Bedeutungen geben kannst“.

„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – und das ist alles.”

Alice war zu verwirrt, um etwas zu sagen, daher begann Humpty Dumpty nach einer Minute erneut: “Sie haben ihre Launen, manche von ihnen – besonderst Verben: Das sind die stolzesten – mit Adjektiven kannst du alles machen, aber nicht mit Verben – egal, ich komme mit allen von ihnen zurecht! Undurchdringlichkeit! Das ist, was ich dazu sage!”

“Würdest Du mir bitte sagen”, sagte Alice, “was das bedeutet?”

“Nun sprichst Du wie ein einsichtiges Kind”, sagte Humpty Dumpty und sah sehr zufrieden aus. “Ich meinte mit “Undurchdringlichkeit’, daß wir genug über diese Angelegenheit gesprochen haben und es wäre genauso gut, wenn Du nun erwähnen würdest, was Du als nächstes tun wirst, da ich annehme, daß Du nicht meinst, hier für den Rest Deines Lebens zu stehen.”

“Das ist ein ziemlicher Job, ein Wort so viel bedeuten zu lassen”, sagte Alice mit einem nachdenklichen Ton.

“Wenn ich ein Wort so harte Arbeit leisten lasse”, sagte Humpty Dumpty, “bezahle ich es immer extra.”

“Oh”, sagte Alice. Sie war zu verwirrt, um eine weitere Äußerung zu tun.

“Ah, Du solltest sie am Samstag sehen, wenn sie alle bei mir vorbeikommen, um ihre Löhne bei mir abzuholen, weißt Du”, fügte Humpty Dumpty hinzu und wiegte sein Haupt würdevoll von einer Seite zur nächsten.

Allerdings wenn wir über den Rand von Wörterland schauen, löst sich nicht nur die Realität auf, sondern auch das Selbst, wie es als sozialer Akt bisher ent- und bestand. Wir bemerken dann, dass wir über Sprache mit ausreichend Grenzen versorgt wurden, um einen bewältigbaren Komplexitätsgrad nicht zu überschreiten.

Aber hier ist es schon zu spät: Die in sich verschlungene Welt- und Selbstwerdung verschlingt sich selbst, also uns:

Genau darum geht es mir in der Neuro-Linguistik des Trinergy-NLP:

Gerade heute beginnt auch wieder ein Trinergy-NLP-Practitioner. Wenn dieses Abenteuer wieder gelingt, werden wir erkennen, was man über Sprache bisher mit uns gemacht hat, erwachen und uns emanzipieren.

Komm an im wunderbaren Wörterland und finde mutig Deinen eigenen Weg heraus !

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

17 FRAGEN ZUR ELTERN-LIEBE

März 4th, 2010

Oder: Wie Menschen-Kinder zu Wurzeln kommen, die sie hoch wachsen lassen

Ein Teilnehmer unserer Seminare schickte mir diesen Text, zur Veröffentlichung, wollte aber ungenannt bleiben.

Heute Morgen habe ich beim Frühstück unsere beiden Kinder betrachtet und mußte daraufhin folgende Zeilen schreiben.

Wer bist Du ?

Und wer waren wir, dass wir gefühlstrunken und voller Liebe unseren Bedürfnissen folgend ein Kind in die Welt setzen?

Wer waren wir, die Entscheidung zu fällen, nicht im vollen Bewusstsein, dass wir ein ganzes neues Menschenleben schaffen nur aus unserem Wunsch heraus?

Wer waren wir, stolz zu sein über diese Leistung ein Kind zu bekommen und uns weniger Gedanken zu machen, dass hier ein Mensch ist und wir das für diesen Menschen entschieden haben?

Wer waren wir, jemanden in die Welt zu setzen, der total von uns abhängig ist ?

Und wer bist Du, in diesem winzigen Körper, kaum größer als zwei Hände, gefangen in Deinen einfachsten Bedürfnissen nach Nahrung und Wärme?

Wer bist Du, schreiend in der Nacht vor Schmerzen, hinnehmend dass wir uns über unseren lächerlichen Schlafmangel beklagen?

Wer bist Du, dass Du es erträgst Dich an unsere Regeln anzupassen wo Du doch tausende Ideen hast die wir Dir verbieten?

Wer bist Du, dass Du lachst und weinst weil das Deinen Gefühlen entspricht und nicht den Vorgaben der Gesellschaft?

Wer bist Du, dass Du Deinem inneren Drang folgend Dinge einfach tust, weil Sie Dir Spass machen und nicht mehr Taschengeld bringen?

Wer bist Du, dass Du es schafft von der totalen Abhängigkeit zu einem Loslassen zu finden mit dem wir noch nicht umgehen können?

Und werden wir wollen, dass Du in ein paar Jahren nach Hause kommst und wir uns als ein Teil von in Dir entdecken?

Werden wir wollen, dass Du Dein eigenes Leben lebst, obwohl wir merken das wir zunehmend von Deiner Liebe abhängen?

Werden wir wollen, dass Du noch einmal Entscheidungen für uns treffen wirst und wir diese hinnehmen müssen?

Werden wir wollen, dass Du uns die Worte sagst, die Du von uns gehört hast als Du klein warst damit wir Deinen Regeln folgen?

Werden wir einmal wollen, dass wir hilflos ausgeliefert in Deiner Hand sind?

Und haben wir jetzt und jeden Tag den Mut dazu, uns zu fragen, welche Person da vor uns steht und wie diese Person uns erlebt?

Fragen wir unsere Kinder oft genug: „Wer bist Du?“ ?

>>> More Entries

Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

TRUE ROMANTIC LOVE

März 3rd, 2010

Was wir unserem Verlangen nach romantischer Liebe wirklich verdanken

Nach der Ankündiigung des Seminars LOVE-CODE 1 – “Seeding Love”, bin ich gefragt worden, ob man denn wirklich besser werden kann in der Liebe. Hier meine Antwort:

Unser Verlangen nach romantischer Liebe und das anfängliche Scheitern dabei können jener Stachel im Fleisch sein, der unsere Entwicklung als erwachsene Menschen voran treibt.

Und das Ergebnis ist immer: Wir unterrichten die Welt darin, wie sie mit uns umgehen soll, indem wir ihr zeigen, wie wir mit uns selbst umgehen. Die Welt sieht zu und lernt!

Liebe daher Dich und Deine Möglichkeiten der Veränderung zuerst, und darin kann man besser werden. Diese Liebe macht Dich attraktiv – auch für andere.

Liebe Dich selbst zuerst, dann können Dich die anderen auch gern haben!

(Alle Mehrdeutigkeiten im obigen Satz sind rein zufällig!)

>>> More Entries

Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

47 GLÜCKS-TIPS

März 2nd, 2010

Oder: Was nach 95 Jahren Lebenserfahrung bleibt

Es tut doch gut, ab und zu daran erinnert zu werden:

Konfuzius: Der Mensch bringt täglich sein Haar in Ordnung, warum nicht auch sein Herz?

>>> More Entries
Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:
  • Share/Bookmark

WAL ODER MEERJUNGFRAU

März 1st, 2010

Oder: Warum schön sein und Intelligenz das Gleiche ist

Ein Gastbeitrag von Klaudia Deutsch

Vor einiger Zeit war in der Auslage eines Fitnesscenters eine Plakatwand ausgestellt, auf dem eine wahnsinnig gutaussehende Frau zu sehen war, die die Frage stellte: „Willst du lieber ein Wal oder eine Meerjungfrau sein?“

Man erzählt sich, dass daraufhin eine Frau, über deren äußeres
Erscheinungsbild nichts Näheres bekannt ist, diese Frage folgendermaßen beantwortet hat:

„Sehr geehrte Herrschaften!
Wale sind immer von Freunden wie Delfinen, Robben oder neugierigen Menschen umgeben, haben ein reges Sexualleben und ziehen Kinder auf, die sie liebevoll stillen. Sie vergnügen sich ausgelassen mit den Delfinen, schwimmen den ganzen Tag herum und entdecken fantastische Plätze, wie Patagonien oder die Korallenriffe Polynesiens. Sie singen hervorragend und nehmen von Zeit zu Zeit die eine oder andere CD auf. Sie sind beeindruckend, liebenswert und werden von allen verteidigt und bewundert.

Meerjungfrauen gibt es nicht. Und wenn es sie gäbe, würden sie bei Psychologen wegen schwerer Persönlichkeitsspaltung Schlange stehen: Bin ich Frau oder Fisch? Sie hätten kein Sexleben weil sie die Männer töten würden, die sich ihnen nähern – das ist nun mal die Aufgabe von Sirenen. Sie könnten nicht einmal Kinder haben! Sie wären sehr bezaubernd und grazil – aber einsam und traurig. Und zu guter letzt: Wer will schon einem Mädchen nahe sein, das nach Fisch stinkt?

Es besteht kein Zweifel: Ich wäre lieber ein Wal!

PS: In unserer Zeit, in der uns die Medien weismachen wollen, dass die Dünnen schön sind, gehe ich lieber mit meinen Kindern ein Eis essen, genieße ein Abendessen mit einem Mann, der mir gefällt und trinke Rotwein mit meinen Freunden. Wir Frauen nehmen an Gewicht zu, weil wir soviel Wissen in uns haben, das in unserem Kopf alleine niemals Platz hätte! Wir sind nicht fett – wir sind überdurchschnittlich gebildet!

Jedes Mal. Wenn ich meinen Hintern im Spiegel sehe, denke ich mir: Mein Gott, wie bin ich intelligent!“

Vergiss “schön aussehen” – beginne mit  SCHÖN SEIN !

Danke Klaudia Deutsch!

>>> More Entries

Danke all jenen, die hier etwas Gutes, Schönes oder Wahres gefunden haben, und es mittels der Leiste unten weitergeben:

  • Share/Bookmark